Am Vortag waren wir von Santiago de Chile nach Chillán und nachts weiter nach Osorno gereist. Nach einer 7-stündigen Fahrt kamen wir um 7:30 Uhr in Osorno an.
Dort wurden wir, von Roberto, einem Freund, Mitbewohner und Studienkollegen, dessen Familie in Osorno lebt, empfangen. Nach einem Frühstück zeigte er uns die Stadt.
Mehrere Studienkollegen, die aus Osorno stammen, hatten uns erklärt: „Osorno es fome!“ – „Osorno ist langweilig!„
Die Stadt mit ca. 150.000 Einwohnern lebt vorwiegend von der Viehzucht, daher auch das Stierdenkmal am Plaza de Armas. Die Stadt wird von Touristen meistens bei der Durchreise besucht. Eigentlich gibt es mit der Kathedrale, einem schönen Plaza de Armas, einem Geschichtsmuseum und einem interaktiven Museum im stillgelegten Bahnhof einige interessante Sehenswürdigkeiten. Aber irgendwie scheinen alle Einwohner einer tristen und grisgrämigen Stimmung anheim gefallen zu sein. Also meiner Meinung nach liegt es weniger an der Stadt als mehr an seinen Einwohnern, dass Osorno oft als langweilig abgestempelt wird.
Von Robertos Familie wurden wir dann noch zum Mittagessen eingeladen. Wir hatten geplant, am Nachmittag in die nahegelegene Stadt Frutillar zu fahren und dort zu übernachten. Doch da Robertos Familie uns davon abriet, da die Zimmerpreise dort zu hoch seien, ließen wir uns dazu überreden, in einem Gasthaus in Osorno zu übernachten.
Dafür machten wir uns am nächsten Tag umso früher auf den Weg nach Frutillar, das am See Lago Llanquihue gelegen ist. Und davon erzählen wir euch das nächste Mal mehr…
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