Zu Schiff, zu Fuß, per Bus

Seit unserem letzten Blogeintrag sind wir über 1.500 km Richtung Norden gereist. Zur Zeit befinden wir uns in Coihaique (sprich: Koi-a-ike) und fahren am Nachmittag nach Puerto Chacabuco um abends mit einer 23-stündigen Schifffahrt zur Insel Chiloé zu beginnen.

Was haben wir in der Zwischenzeit erlebt: Von Torres del Paine selbst haben wir leider nicht viel gesehen, da sich die berühmten Türme in den Wolken versteckt haben. Nichtsdestotrotz war der Nationalpark wunderschön und den Ausflug wert. Danach sind wir nach El Calafate (Argentinien) gefahren, um uns dort den Gletscher Perito Moreno anzusehen. Faszinierend war vor allem die blau-türkise Farbe des Gletschers und der Eisberge. Die Stadt El Calafate hat uns nicht besonders gefallen, die nächste Stadt, El Chaltén, war dafür umso schöner und freundlicher und wir wären gerne länger dort geblieben. Vom Berg Fitz Roy haben wir abends auch noch einen Blick erhaschen können, als er sich kurz aus den Wolken traute.

Wir haben dann eine Woche ohne Internet, Handynetz und Post verbracht: Am Sonntag in der Früh machten wir uns per Bus und Schiff auf zum argentinischen Grenzposten, dann wanderten wir bis zum Abend zum chilenischen Grenzposten bei Candelario Mancilla (22 km). Am Montag wollten wir uns per Schiff den O’Higgins-Gletscher ansehen und den See Lago O’Higgins nach Villa O’Higgins überqueren. Wegen des starken Windes mussten wir aber bis Mittwoch auf das Schiff warten.

In Villa O’Higgins gibt es kein Handynetz, das Internet funktionierte nicht und das Postamt hatte keine Briefmarken mehr. Außerdem mussten wir bis Samstag auf den nächsten Bus nach Cochrane (sprich: Kokran) warten – die Hoffnung, das Örtchen Caleta Tortel zu besuchen, hatten wir bereits aufgegeben. Leider war der Bus schon voll, also beschlossen wir, Auto zu stoppen. So gelangten wir schließlich doch noch nach Caleta Tortel, von wo wir am Sonntag per Bus nach Cochrane fuhren, wo es endlich wieder Handynetz gab. Am Montag fuhren wir von Cochrane nach Coihaique: 331 km Carretera Austral in 8,5 Stunden (mit 30 Minuten Pause), da die Carretera Austral erst zwischen Villa Cerro Castillo und Coihaique für 94 km asphaltiert ist. Davor ist sie eine Schotterpiste mit vielen, vielen Kurven und Hügeln.

Zum Schluss noch ein kleines Update unserer Reiseroute:

  • Wir werden in den nächsten Tagen die Insel Chiloé von Süden nach Norden durchqueren.
  • Anschließend fahren wir über Puerto Montt nach San Carlos de Bariloche (Argentinien) und dann (wahrscheinlich) nonstop nach Buenos Aires.
  • Geplant ist von dort aus ein kleiner Abstecher nach Montevideo (Uruguay).
  • Über Mendoza (Argentinien) geht es dann zurück nach Santiago de Chile und Valparaíso.
  • Am 17. Februar fliegen wir zurück nach Europa.

Hoffentlich geht sich das alles so aus…

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