Wenn man von Puerto Montt nach Punta Arenas fahren will, muss man dafür durch Argentinien fahren. Beide Städte befinden sich zwar in Chile, aber es gibt keine chilenische Verbindungsstraße, da sich das Campo de Hielo Sur, ein schier endloses Gletschergebiet, dazwischen befindet…
Los ging’s um 11 Uhr am Busbahnhof von Puerto Montt. Die Strecke verlief erst zurück nach Osorno, da von dort eine Straße über die Anden führt.
Chilenische Reisebusse bieten ausgezeichneten Komfort, aber nach stundenlangem Gekurve über die Anden sind dem kleinen Jungen schräg hinter uns der übersüßte Saft und das Mittagessen doch wieder hoch gekommen.
Zum Abendessen haben wir bei einem kleinen „Restaurant“ namens „Donde Maggie“ (zu dt. „Zur Maggie“) gehalten. Dort konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen. Das Donde Maggie liegt bei El Foyel mitten im argentinischen Nirgendwo…
Weiter ging die Reise erst Richtung Atlantikküste und dann immer nach Süden. Am nächsten Morgen hielten wir kurz an einer Tankstelle zum Frühstück.
Zu dieser Zeit war der kleine Junge schräg hinter uns nur noch ein Häufchen Elend, bleicher als ein Vampir. Das Abendessen hat es in seinem Magen natürlich nicht allzu lange ausgehalten.
Wir durchfuhren die argentinische Pampa… Viel Abwechslung gibt’s in der Landschaft nicht – umso schöner sind aber die Wolken.
Irgendwann am Nachmittag fuhren wir durch die erste Stadt an diesem Tag: Rio Gallegos.
Bald danach kam auch schon die Grenze nach Chile.
Gegen 19 Uhr kamen wir, nach 32 Stunden (!) Fahrt, endlich in Punta Arenas an. Dass die Reise laut Fahrplan nur 29 Stunden hätte dauern sollen, war uns dann auch schon egal. Mehr über Punta Arenas und die umgebenden Sehenswürdigkeiten gibt’s nächsten Mal…
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