Tag 4: Puerto Montt

Nach unseren Zwischenstopps in Osorno und am Lago Llanquihue erreichten wir am vierten Tag unserer Reise Puerto Montt.

Puerto Montt

In früheren Zeiten verlief die chilenische Eisenbahn bis Puerto Montt. Daher findet man in einem Park neben der Strandpromenade noch Erinnerungen an diese Zeit.

Park in Puerto Montt

Nina und die Dampflokomotive

Wir waren entlang der Strandpromenade spazieren. Dort stehen Denkmäler mit Büsten von Berühmtheiten der chilenischen Geschichte, von Hernán Merino Correa, über Bernardo O’Higgins, bis Ignacio Carrera Pinto.

Strandpromenade von Puerto Montt

Bei der Stadtbesichtigung darf natürlich die Kirche am Plaza Municipal nicht fehlen.

Kirche am Plaza Municipal

Die riesige Mall Costanera mit den zwei Türmen ist eines der beiden Einkaufszentrum in Puerto Montt. (Genaugenommen besteht die Mall nur aus dem breiten gelben Streifen des Gebäudes, die beiden Türme beherbergen Büros.) Von außen ist es eines der dominantesten Bauwerke der Stadt. Von innen erscheint das Gebäude wie eine gigantische Fehlkonstruktion. Es ist unübersichtlich, die Spezialität des Hauses ist das 1,5te Stockwerk, das ist eine verwinkelte Etage mit kaum 2 m Höhe, in der dicht an dicht Basarständchen mit allerlei Ramsch aufgebaut sind, durch die man förmlich durchgeschoben wird. Im zweiten Obergeschoß befinden sich fast ausschließlich Fastfood-Imbisse, mal abgesehen davon, dass ein Teil der Etage leer steht. Wenigstens hat man durch die Fensterfront eine gute Aussicht auf die Insel Tenglo vor der Küste Puerto Montts. Und wenn man dabei einen guten Caesar Chicken Salad genießt, ist das alles nicht mehr soo schlimm.

Mall Costanera von Puerto Montt

An diesem Tag haben wir nicht mehr viel unternommen, weil wir am nächsten Morgen nach Punta Arenas aufgebrochen sind. Zwischen den beiden Städten ist sogar am Globus jede Menge Platz.

Puerto Montt

Puerto Montt

Isla Tenglo

Einen Abstecher auf die Isla Tenglo haben wir uns für den nächsten Besuch in Puerto Montt aufgehoben, aber zuerst: ab nach Punta Arenas!

Tag 3: Lago Llanquihue

Nach einer “kleinen” Sommerpause wollen wir endlich weiter von unserer Reise in den Süden Chiles erzählen:

Nach unserem eintägigen Aufenthalt in Osorno war unser nächstes Ziel der Llanquihue-See (im Spanischen wird das Doppel-L zu einem “J”, das “QU” zu einem “K” und das “H” ist stumm, sprich: Jankiiwuä).

Wir haben in der Früh gleich den ersten Bus nach Frutillar genommen, einem kleinen und idyllischen Städtchen am Westende des Lago Llanquihue. Nach einer Torte zum Frühstück in einer, im Reiseführer empfohlenen aber unserer Meinung nach überbewerteten, Pastelería sind wir durch die Unterstadt spaziert.

Frutillar

Kirche in Frutillar

Unterstadt?? Frutillar besteht aus zwei Teilen, die knapp 2 km voneinander entfernt sind: Frutillar Alto (die Oberstadt) und Frutillar Bajo (die Unterstadt) direkt am See. Frutillar Bajo besteht hauptsächlich aus zwei breiteren Straßen, die parallel zum See verlaufen, und natürlich den Häusern und zwei Kirchen dazwischen. Das einzige Gebäude direkt am Strand ist ein Theater, das Teatro del Lago, das zurzeit renoviert wird. In Frutillar findet jedes Jahr Ende Jänner ein berühmtes Musikfestival, die Semanas Musicales, statt.

Teatro del Lago in Frutillar

Anschließend haben wir uns an den Strand gesetzt, der um diese Uhrzeit noch menschenleer war und haben den ruhigen und dunkelblau schimmernden See bewundert. Und nachdem sich die letzten Wolken und Nebelfelder verzogen hatten, war in der Ferne auch noch der Vulkan Osorno zu sehen.

Frutillar

Lago Llanquihue

Vulkan Osorno über dem Lago Llanquihue

Der Lago Llanquihue ist übrigens mit einer Fläche von über 860 km² der zweitgrößte See Chiles.

Frutillar

Lago Llanquihue

Frutillar

Lago Llanquihue

Bevor wir weiter nach Puerto Varas gefahren sind, sind wir noch ein bisschen durch die Straßen spaziert. In der ganzen Stadt sieht man die Einflüsse deutscher Siedler. So bestehen zum Beispiel die Fassaden vieler Häuser aus Holzschindeln. Solche Hauswände haben wir im Süden Chiles später noch oft gesehen…

Frutillar

Frutillar

Frutillar

Frutillar

Am Nachmittag sind wir mit dem Bus nach Puerto Varas, der nächsten Stadt am Lago Llanquihue, gefahren.

Puerto Varas

Puerto Varas

Puerto Varas

Michi in Puerto Varas

Puerto Varas ist zwar ungefähr doppelt so groß wie Frutillar, aber nicht weniger verschlafen – mal abgesehen von diesen fünf fleißigen Arbeitern. (Aufs Bild klicken, um es zu vergrößern!)

Wartungsarbeiten in Puerto Varas

Tags darauf sind wir nach Puerto Montt weiter gereist, aber davon nächstes Mal mehr…

Wir haben dich nicht vergessen, Blog!

Ein Jahr ist es nun her, dass wir in Chile angekommen sind. Wir waren für ein Semester dort, im Februar 2009 sind wir wieder zurück nach Österreich gekommen. Aber die Bilder haben wir immer noch nicht alle durchgeschaut…

Und mit dem Bericht unserer letzten Reise in den Süden Südamerikas sind wir auch noch nicht viel weiter gekommen. Aber wir haben dich nicht vergessen, Blog! Mittlerweile wurden über 4.500 Besuche auf diesen Blog gezählt, das ist mehr als wir uns erwartet haben.

Wir wissen zwar noch nicht, wie lang der nächste Eintrag auf sich warten lassen wird, aber schon mal soviel: Es geht um den Llanquihue See, und auf die wunderschöne Aussicht lohnt es sich zu warten.