Wir haben dich nicht vergessen, Blog!

Ein Jahr ist es nun her, dass wir in Chile angekommen sind. Wir waren für ein Semester dort, im Februar 2009 sind wir wieder zurück nach Österreich gekommen. Aber die Bilder haben wir immer noch nicht alle durchgeschaut…

Und mit dem Bericht unserer letzten Reise in den Süden Südamerikas sind wir auch noch nicht viel weiter gekommen. Aber wir haben dich nicht vergessen, Blog! Mittlerweile wurden über 4.500 Besuche auf diesen Blog gezählt, das ist mehr als wir uns erwartet haben.

Wir wissen zwar noch nicht, wie lang der nächste Eintrag auf sich warten lassen wird, aber schon mal soviel: Es geht um den Llanquihue See, und auf die wunderschöne Aussicht lohnt es sich zu warten.

Tag 2: Osorno es fome

Am Vortag waren wir von Santiago de Chile nach Chillán und nachts weiter nach Osorno gereist. Nach einer 7-stündigen Fahrt kamen wir um 7:30 Uhr in Osorno an.

Dort wurden wir, von Roberto, einem Freund, Mitbewohner und Studienkollegen, dessen Familie in Osorno lebt, empfangen. Nach einem Frühstück zeigte er uns die Stadt.

Stierdenkmal in Osorno

Stierdenkmal in Osorno

Mehrere Studienkollegen, die aus Osorno stammen, hatten uns erklärt: „Osorno es fome!“ – „Osorno ist langweilig!
Die Stadt mit ca. 150.000 Einwohnern lebt vorwiegend von der Viehzucht, daher auch das Stierdenkmal am Plaza de Armas. Die Stadt wird von Touristen meistens bei der Durchreise besucht. Eigentlich gibt es mit der Kathedrale, einem schönen Plaza de Armas, einem Geschichtsmuseum und einem interaktiven Museum im stillgelegten Bahnhof einige interessante Sehenswürdigkeiten. Aber irgendwie scheinen alle Einwohner einer tristen und grisgrämigen Stimmung anheim gefallen zu sein. Also meiner Meinung nach liegt es weniger an der Stadt als mehr an seinen Einwohnern, dass Osorno oft als langweilig abgestempelt wird.

Kathedrale von Osorno

Kathedrale von Osorno

Innenansicht der Kathedrale von Osorno

Innenansicht der Kathedrale von Osorno

Weihnachtsbaum am Plaza de Armas in Osorno

Weihnachtsbaum am Plaza de Armas in Osorno

Stillgelegter Bahnhof von Osorno

Stillgelegter Bahnhof von Osorno

Von Robertos Familie wurden wir dann noch zum Mittagessen eingeladen. Wir hatten geplant, am Nachmittag in die nahegelegene Stadt Frutillar zu fahren und dort zu übernachten. Doch da Robertos Familie uns davon abriet, da die Zimmerpreise dort zu hoch seien, ließen wir uns dazu überreden, in einem Gasthaus in Osorno zu übernachten.

Nina und Robertos Familie

Grüße aus Osorno

Dafür machten wir uns am nächsten Tag umso früher auf den Weg nach Frutillar, das am See Lago Llanquihue gelegen ist. Und davon erzählen wir euch das nächste Mal mehr…

Tag 1: Beginn der Reise in den Süden

Genug gewartet! Ab jetzt gibt’s Stück für Stück unsere Reiseberichte über unsere Reise in den Süden Chiles, nach Feuerland, durch Argentinien bis Uruguay und zurück nach Chile.

Margit und Azzo am Flughafen von Santiago de Chile

Margit und Azzo am Flughafen von Santiago

Am Anfang war eine Zugfahrt von Santiago de Chile nach Chillán, die nicht ganz bis Chillán ging. Wir hatten am Vormittag Ninas Tante Margit und Onkel Azzo nach deren Weihnachtsbesuch zum Flughafen gebracht. Wir kamen rechtzeitig am Bahnhof an und kauften uns die Tickets. Wie wir am Ticketschalter erfuhren, fuhr der Zug aber nicht bis Chillán, sondern es gab ab Talca, also ab ca. der Hälfte, einen Schienenersatzverkehr.

Nina im Zug nach Chillán

Nina im Zug nach Chillán

Von der Zugfahrt können wir heute noch schwärmen. Komfortable und saubere Sitze, zwei Zugbegleiter kommen immer wieder durch und fragen, ob alles ok ist und ob man noch irgendwelche Wünsche hat. Im Ticketpreis sind auch ein leckeres Sandwich und ein Getränk inkludiert. Obwohl die Tickets nicht erheblich teurer sind als die Buspreise, wird die Eisenbahn kaum genutzt.

In Chillán hatten wir bis kurz nach Mitternacht Zeit für eine Stadtbesichtigung. Also schlenderten wir ein bisschen durch die Innenstadt, durch die Promenaden und den Markt, wo gerade alle Händler nach den letzten Einkäufern ihre Stände zusperrten.

Marktplatz in Chillán

Marktplatz in Chillán

Wenn man schon mal in Chillán ist, sollte man sich die Kathedrale gegenüber des Plaza de Armas ansehen. Die Kirche wurde nach dem Erdbeben von Chillán im Jahre 1939 erbaut, bei dem 30 000 Menschen starben.

Kathedrale von Chillán

Kathedrale von Chillán

Kathedrale von Chillán

Kathedrale von Chillán von innen

Übrigens: Der in Chile hochverehrte Unabhängigkeitskämpfer Bernardo O’Higgins (ja, der, nach dem die Stadt Villa O’Higgins, der See Lago O’Higgins, der Gletscher Glaciar O’Higgins und in so ziemlich jeder größeren chilenischen Stadt eine Avenida benannt sind) stammt aus Chillán.

Um 0:30 Uhr fuhren wir nach einem kleinen Mitternachtssnack mit dem Bus 7 Stunden nach Osorno, aber das ist eine andere Geschichte ;-)